Außergewöhnliche päpstliche Ehrung für Dr. Jürgen Schäfer

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Dr. Jürgen Schäfer aus Retterath zuteil: In einem sehr würdevollen und feierlichen Rahmen überreichte Weihbischof Jörg Michael Peters ihm die päpstliche Benemerenti-Medaille. In seiner Ansprache fand der Weihbischof sehr persönliche und anerkennende Worte und würdigte Schäfers außergewöhnliches und jahrzehntelanges Engagement. Die von Papst Leo XIV. genehmigte Ehrung steht für seine besonderen Verdienste u.a. um die katholische Kirche.

Die besondere Bedeutung dieser Auszeichnung unterstrich Weihbischof Peters bei der Verleihung: Jürgen Schäfer ist derzeit der einzige Träger der Benemerenti-Medaille im Bistum Trier und im Diözesanverband Trier. Es gibt keine Dokumente darüber, ob sie überhaupt schonmal im Bistum Trier verliehen, wurde seit der Stiftung durch Papst Pius VII im Jahre 1818.

Zahlreiche Gäste aus Kirche und Politik, Familie, Freunde und persönliche Wegbegleiter nahmen an der Feierstunde teil. Unter den Gästen waren auch Peter Olaf Hoffmann, Generalsekretär der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) und Kanzler der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa, sowie Andrea Müller, Referendarin für Deutschland des Ordo Nobilis Papegayi. Ihre Anwesenheit unterstrich zugleich Schäfers Verbundenheit mit dem Schützenwesen weit über die Region hinaus.

Peter Olaf Hoffmann, würdigt das besondere Engagement von Jürgen Schäfer. Hervorzuheben sind insbesondere seine Bücher über den Heiligen Sebastian, den Schutzpatron der EGS. Jürgen Schäfer beleuchtet dabei nicht nur die historische Bedeutung des Heiligen, sondern stellt auch den Bezug zur Gegenwart her. Er zeigt, wie Werte wie Standhaftigkeit, Mut, Glaube und Verantwortung auch heute Orientierung geben können. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Vermittlung des kulturellen und geistlichen Erbes der EGS.

Wer Jürgen Schäfer kennt, weiß, wie vielfältig sein Engagement über viele Jahrzehnte gewachsen ist. Bereits seit 1969 ist er als Schütze aktiv und damit seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Schützenwesen eng verbunden. Seit 1984 gehört er der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Kelberg 1629 e. V. an und ist heute deren stellvertretender Brudermeister. Sein Wirken reicht darüber hinaus von Kirche und Schützenwesen über gesellschaftliches und soziales Engagement bis hin zu seiner beruflichen und fachlichen Arbeit.

Auch als Autor hat er sich intensiv mit der Geschichte und den Traditionen des Schützenwesens beschäftigt. So stammt die Chronik der Kelberger Bruderschaft aus seiner Feder. Darüber hinaus widmet er sich in mehreren Bänden dem Leben und Wirken des heiligen Sebastian, des Schutzpatrons unserer Bruderschaft. Seine Arbeiten über den heiligen Sebastian wurden inzwischen auch ins Englische und Niederländische übersetzt und erreichen damit Leser über den deutschsprachigen Raum hinaus.

Besonders persönliche und emotionale Worte fand Schäfer in seiner Rede. Sein Dank galt seiner 94-jährigen Mutter und ganz besonders seiner Ehefrau Irmgard, die ihn über all die Jahre unterstützt, ihm den Rücken freigehalten und in guten, wie in schweren Zeiten stets an seiner Seite gestanden habe.

Die päpstliche Auszeichnung erfülle ihn mit tiefer Freude, aber auch mit Demut. Zugleich verstehe er die Benemerenti-Medaille nicht nur als Anerkennung für das bisher Geleistete, sondern auch als Auftrag für die Zukunft. Er wolle sich weiterhin mit ganzer Kraft für die katholische Kirche, die Gemeinschaft und das Schützenwesen einsetzen.

Auch Brudermeister Sven Rösener zeigte sich tief erfreut über die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz auf unseren Schützenbruder Jürgen. Diese außergewöhnliche Ehrung würdigt ein Engagement, das weit über das Selbstverständliche hinausgeht. Ich persönlich schätze die Freundschaft mit Jürgen sehr und bin dankbar, ihn nicht nur als Schützenbruder und Freund, sondern auch als Mentor an meiner Seite zu wissen.“

Dass Schäfers Engagement weitergeht, zeigt bereits sein nächstes Vorhaben: Ein neues Hilfsprojekt steht in den Startlöchern. Geplant ist ein Ehrenpreisschießen zugunsten eines karitativen Projektes im Bereich der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS). Auch künftig möchte Schäfer damit dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird, und Menschen für gemeinsames soziales Engagement zusammenbringen.

Für die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Kelberg 1629 e. V. ist es eine große Freude und Ehre, einen Träger dieser außergewöhnlichen päpstlichen Auszeichnung in den eigenen Reihen zu wissen.

(von links : Andrea Müller, Referendarin Ordo Nobilis Papagayi, Weihbischof Jörg Michael Peters, Irmgard Schäfer, Dr. Jürgen Schäfer, Peter Olaf Hoffmann Generalsekretär EGS und Kanzler der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa, Brudermeister Sven Rösener)
(Foto: M. Borm www.chronikkelberg.de)

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